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Juhu!

Nach ein wenig Erstsemester Stress habe ich wieder die Lust verspürt was zu Posten! Folgenden Text habe ich schon vor fast einem Jahr geschrieben, dementsprechend sehe ich mehr Verbesserungsmöglichkeiten als Satzzeichen, aber ich will erst wissen was ihr dazu sagt, bevor ich meine Zeit mit bereits geschriebenen Sachen verplempär anstatt neue Kapitel zu schreiben.

Ähm, da die neuesten Einträge immer ganz Oben stehen, solltet ihr vielleicht wissen, dass Kapitel 1 weiter unten (bzw eventuell auf der folgenden Seite) steht.

Lest also lieber zuerst Kapitel 1 "Ritter".

 

Kapitel 2

Der weg


Die ersten Kilometer waren wir durchs Dickicht gehetzt, immer weiter Berg ab, mit dem Wunsch im Herzen auf Wasser zu stoßen, und auch wenn es dafür keine Anzeichen gab, saß uns die Angst im Nacken verfolgt zu werden. Irgendwann kam mir die Erinnerung, dass es in einem Regenwald üblich ist, das es spontan anfangen könnte zu Regnen. Wir entschlossen uns dazu auf den Regen zu warten anstatt Ziellos Energie zu verschwenden und einen kleinen Unterschlupf aus Blättern und Stöcken zusammen zu zimmern.


„So, okay. Was machen wir jetzt?“, Chris kriecht als letzter in unseren Blätterhaufen. „Nun ja, wir sollten warten, bis es aufhört zu Regnen“.

„Erstmal sollte es anfangen!“, Tyrone lacht aus vollem Herzen. Ein Häuschen zu haben, hebt die Stimmung gewaltig.

„Und was ist, wenn sie uns hier finden?“, Chris scheint es nicht zu gefallen hier herum zu sitzen. „Ach, als ob sie uns hier finden! Wir sitzen hier mitten im Nirgendwo. Nicht mal zwei Meter weit kann man hier gucken und noch dazu sind wir sozusagen unter einem Tarnzelt!“, nach dieser Erkenntnis fällt uns allen sichtlich ein Stein vom Herzen und ein kollektives Gegrinse überfällt uns.

Hier sind wir unauffindbar und ein Gefühl der Sicherheit macht sich in meinem Herzen breit. Ähnlich dem Gefühl das ein Kind erfährt, wenn es sich in einer Festung aus Stühlen und Decken mit einer Taschenlampe mitten im Wohnzimmer verschanzt.

Chris scheinen noch mehr Fragen einzufallen: „Und was ist mit wilden Tieren?“


Ach verdammt.

Alle Behaglichkeit und unser Grinsen, weichen einer nervösen Unsicherheit.

Niemand antwortet.

Tyrone wühlt in seiner Hosentasche und fördert ein paar gepflückte Beeren zu Tage. Chris setzt ein sorgenvolles Gesicht auf: „Die würde ich nicht Essen, die könnten dich direkt ins Grab befördern!“. Tyrone ignoriert diese Bemerkung und bietet mir welche an. Ich nehme erstmal eine, Er isst eine Handvoll.

Sie schmecken gut, etwas nach saurer Kirsche.

Tyrone: „Wisst ihr, woran ich die ganze Zeit denke?“. Allgemeines Achselzucken. Tyrone raschelt in seinen Taschen und holt eine rote Pillendose hervor und lässt sie mit einer Handbewegung klappern.

Chris, sichtlich enttäuscht darüber, dass Tyrone nicht auf seine Ratschläge hört: „Komm schon. übertreib es jetzt nicht. Du weißt doch nicht mal was da drin ist!“ „Wenn mich schon so ein gottverdammter Tiger frisst, will ich wenigstens meinen Spaß dabei haben!“, er wirft den Kopf nach Hinten und haut sich eine Pille rein. Kranker Typ.

Plötzlich erfasst unser Zelt ein schütteln und ein ohrenbetäubendes Rascheln dringt herein.

Es Regnet.

Überraschte Freude an allen Fronten. Unsere Überdachung leckt wie die Titanic, überall dringen Sturzbäche von Wasser herein. Welch ein Segen!

Wir fangen an so viel wie möglich von dem herein fließendem Wasser zu trinken.

Noch nie tat es so gut, einfach nur zu trinken. Mit jedem gesammeltem Schluck spüre ich, wie es direkt in mein Gehirn fließt und sich mein Magen aufpumpt. Wow!

Ich trinke also, wie ich noch nie zuvor getrunken habe, als sich das Rascheln auf einmal einstellt und das Wasser von einem Sturzbach in einen tropfenden Wasserhahn verwandelt.

Noch ganz benebelt von diesem Ereignis bemerke ich nur am Rande, wie sich Tyrone und Chris aus unserem Blätterhaufen rückwärts krabbelnd entfernen.

Kurz bevor ich ihnen folgen will, bemerke ich zum ersten mal, wie intensiv Grün es hier drin ist.

„Hey Chris sieh dir das an!“, ich schreie.“So viele Grün töne!“, es gab hellgrün, dunkelgrün, grün-braun, rotgrün und gelbgrün. Ja sogar meine Hände waren grün, so wie bei einem Frosch. Ich muss laut lachen, als ich mir vorstelle, wie es ist ein Frosch zu sein.

Während ich ausgiebig vor mich hinlache zweifel ich an meiner Erfahrung. So wundervoll farbig war es vor dem Regen noch nicht. Um nochmal meine Grünheit zu überprüfen schaue ich auf meine Hand. Reste von den Beeren formen ein verschmiertes Gesicht auf meiner Handinnenfläche.

Meine amüsanter Gedankengang wird abruppt beendet, als ein gigantischer Riese helles weißes Licht ins grüne Firmament einbrechen lässt.

Chris ernst: „Komm, Tyrone ist am Kotzen.“

Okay, ich muss hier raus. Mit den Händen stütze ich mich auf die Blätter, die wir als Bodenbedeckung ausgelegt hatten, ab und hieve mich nach Oben. Aber irgendwas geht schief, ich falle, noch bevor ich stehe, nach hinten.

Ich kriege keine Luft mehr, während ich so da liege. Ob das die Rache eines Froschgottes ist, der meine Gedanken lesen konnte? Ich schwöre mich nie wieder über Frösche lustig zu machen.

Plötzlich zieht mich eine gewaltige Kraft nach Oben, sodass mir ein wenig Schwarz vor Augen wird.

Chris:“ Alter, komm mal klar!“ Ich versuche ihn zu fokussieren, während er sich murmelnd von mir entfernt. Chris:“Ihr hättet die Beeren nicht essen sollen... ,die waren bestimmt giftig.“

Ich starre wie gebannt auf meine Braune Hand. „Hey! Ich schmelze!“, „Das ist Matsch du Trottel!“, ertönt es genervt aus einer undefinierbaren Richtung.

Oh.

Ich betaste mein Gesicht. Alles voller Matsch.

Hoch motiviert, verfolge ich die Richtung aus der seine Stimme kam.

Während ich mich so glücklich fortbewege, ein wenig schwankend aber gut vorwärts kommend, fangen allmögliche Grüne Fangarme des Bösen an nach mir zu Greifen. Es scheint, das diese ganze Grüne Hölle sich gegen mich verschworen hat! Ich balle meine Fäuste und fange an als erstes diese Arme zu bekämpfen.

Ach verdammt, umso stärker ich zuschlage, desto stärker schlagen sie zurück.

„Okay, ihr wollt es so!“, meine Schläge begleite ich nun mit graziösen Ausweichmanövern.

Chris:“ Was zur Hölle...?!“

Ach ja, die Stimme. Stehen bleiben und sich Orientieren. Wild mit den Armen rudernd, versuche ich dass Gleichgewicht zu halten, während das Bild meiner Augen langsam schärfer wird. Ich sehe unseren Blätterhaufen. Irgendwas hat ihn total zerstört, und Reste davon in den Schlamm gedrückt.

Ich muss Chris suchen.

Um blicken, Um blicken....Um blicken...

Oh, er steht neben mir. Verdammt. Tyrone ist ja auch da! Sein Gesicht ist ganz grün. Gelb-rotes Erbrochenes entweicht ihm.

Tyrone:“ Danke, es geht langsam wieder.“, er sieht zu mir hoch. „Was ist denn mit dem da?“

Beide lachen. Ich bin überwältigt, von diesem Spiel der Mimik und falle nach Hinten.

29.3.11 03:47
 


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