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Neuer Anfang eines Buches

jaja ich weiß, trotzdem ich hab ne neue geschichte angefangen, die soll auch nachher nen buch werden^^

Das erste Kapitel heißt:

Kapitel 1

Ritter


Ich wache auf, nach den ersten Sekunden wird mir einiges klar. Mir ist schlecht, ich rieche nach Rum und sitze tierisch unbequem. Okay, erstmal Augen öffnen. Scheiße, ist es hell hier drin. Augen also wieder schließen.

Neuer Plan: Bekämpfe zuerst die unbequeme Haltung. Das sollte auch mit geschlossenen Augen zu schaffen sein. Ich versuche meinen Arm langsam in eine stützende Position zu bringen...

Moment, was ist das? Ich bin gefesselt?! Gut, sofort die Augen auf. Wo bin ich?

Auf einem Stuhl, meine Arme unbequem hinterm Rücken gefesselt. In einer Art Arzt Praxis, dass erklärt, warum es hier so GOTTVERDAMMT hell ist.

Hä? Was machen Tirone und Chris auch hier? Ebenfalls gefesselt?

„Pscht!“, Pause, „PSCHT!“. Meine zwei verkaterten Freunde wachen auf, so wies aussieht sind sie genauso erstaunt darüber wieso sie so unbequem schlafen konnten und genau so geschockt weshalb sie an einen Stuhl gefesselt sind.

„Scheiße man, was ist Gestern passiert?!“

Chris: “Sollten wir nicht auf dem Boot aufwachen?“

Ach ja das Boot. Chris Eltern, reiche Anwälte, hatten uns für den Sommerurlaub das Boot ausgeliehen, nicht ganz freiwillig, aber sie müssen es ja nicht erfahren.

Wir waren damit bereits 2 Wochen unterwegs, als wir auf einer richtig schönen kleinen Insel in der nähe von Haiti vor Anker gingen. Wir beschlossen uns am Strand mit Rum und einem Lagerfeuer selbst zu feiern. Nach ner Menge Piratenwitzen und mehrmaligem Anstoßen hatten wir eigentlich beschlossen auf dem Strand zu übernachten, weil wir uns nicht mehr trauten so besoffen zurück zum Boot zu schwimmen.

Tirone blickt uns abwechselnd ungläubig an.

Tirone:“Sind wir Tot? Ist das die Hölle?“

Ach ja, wir hatten auch ne menge Gras dazu geraucht...

„Nein, vielleicht haben wir gestern noch irgend ne große Scheiße gebaut und sind jetzt im Krankenhaus?“

Chris: “Oder jemand hat uns gefunden und die Polizei oder den Krankenwagen gerufen. Moment mal” Chris wühlt umständlich in seiner Hosentasche herum, “mein Handy und die Bootsschlüssel sind weg!“

„Die hattest du doch versteckt, weil du dir Paranoia geschoben hattest, das du ausgeraubt wirst.“

Ohh man, sind die fertig.

Chris: “Ach ja... An der Palme die aussah wie ne nackte...“.

Eine Tür hinter uns geht auf. Es kommt jemand rein. Nein, er schlürft mit einem Schuh über den Boden.

Keiner traut sich was zu sagen. Schubladen werden geöffnet und Pillendosen rascheln. Eine Weile ging das so, bis ich den Mut zusammen nahm.

„Hey, tut uns Leid, falls wir gestern Ärger gemacht haben, aber würden sie uns bitte unsere Fesseln...“

Die Geräusche hören sofort auf. Hatte ich was falsches gesagt? Rasch schlürft er in unsere Richtung, direkt vor mich und packt mich mit den Händen an den Schultern. Ich zucke zurück so weit es geht.

Er sieht mich verwirrt an, mit weit geöffneten Augen. Sie sind grau. Grau wie auf einem schwarzweiß Foto. Er verzieht das Gesicht, so als würde er angestrengt nachdenken und geht dabei langsam zurück, wobei er sein linkes Bein ein wenig hinterher zieht. Auf dem Schild seines Kittels steht „Dr. Houngan“. Unendliche Minuten vergehen in denen er uns abwechselnd mustert und dabei seinen 3 tage Bart mit dem Zeigefinger entlang fährt.

Ich weiß absolut nicht worüber er solange nachdenkt, oder was ich tun soll. Er sieht Chris an und scheint etwas entdeckt zu haben. Langsam greift er nach Chris Kette. Er beugt sich zur Kette hin um sie näher zu betrachten, an der Kette hängt eine kleine Voodoo Puppe, die er von einem Mädchen aus einer Disko geschenkt bekommen hat. Plötzlich lehnt sich Chris mit dem Kopf weit nach hinten, holt aus und verpasst dem Doktor eine Kopfnuss, dass dieser bewusstlos wird.

Chris: „Los wir müssen hier weg, das ist bestimmt irgend so'n Organhändler oder so'n Scheiß!“

Ich fange an an meinen Fesseln zu rütteln so stark ich kann, aber abgesehen von ein paar Schürfwunden an Händen und Fußknöcheln tat sich nichts.

Chris: „Tirone was machst du da?“

Er hüpft mit seinem Stuhl etwas unbeholfen herum.

Tirone: „Im Schrank ist bestimmt eine Schere, Skalpell oder so!“ . Gar keine so schlechte Idee, also versuchen wir alle zum Regal zu hüpfen, mehr drehend als Vorwärts kommend. Unsere Bemühungen werden von einem verräterisch lautem Krachen unterbrochen. „Was ist passiert?“ Tirone: „Kacke man, ich stecke mit meinem Arsch im Stuhl!“ Unfreiwillig muss ich laut los prusten, sein Stuhl ist genau in der Sitzfläche gebrochen und er steckt da tatsächlich drin. Wie im Film läuft das hier irgendwie nicht.

Na gut, dann brechen wir eben diese Stühle auseinander. Chris Stuhllehne gibt nach einem gewaltigem Kraftakt nach. Ich wackele und hüpfe mit dem intensiven Wunsch nach Zerstörung in alle Richtungen, bis schließlich mein Stuhlbein umknickt und ich samt Stuhl auf den Doktor falle. Verdammte drecks Stühle. Der Doktor stöhnt leicht auf und nuschelt halb wach etwas davon das er Müde sei, während Chris sich ohne Probleme befreit. „Hilf mir mal, ich glaube der Freak wird wach!“ Chris beeilt sich meine Fesseln zu lösen und zu zweit helfen wir Tirone aus seinem Stuhl heraus.

„Sollten wir den Doktor nicht fesseln?“

Chris: „Nein, lass verschwinden.“

Langsam öffnen wir die Tür, aus der der doktor kam. Uns gähnt ein spartanisch eingerichteter Schlafraum an. Keine Tür, kein Fenster. „Scheiße, zurück!“. In dem Raum in dem der Doktor liegt ist noch eine Tür. Tirone versucht sie zu öffnen. Abgeschlossen. Chris beschließt sie mit der Schulter zu öffnen, während ich mich frage, weshalb noch niemand unseren Fluchtversuch bemerkt hat. Chris flucht und versucht es noch ein paar mal, Tirone durchsucht den Doktor nach einem Schlüssel. Schließlich begnügt er sich damit eine grüne und ein paar blaue Pillendosen einzustecken. „Hey, was machst du da?“

Tirone: “Weißt du wie viel so was wert sein kann?!“, er hebt noch weitere auf. Ach soll er doch, nach dem was wir hier hinterlassen werden, sind die Dosen noch das kleinste Übel. Chris und ich versuchen es noch einmal zu Zweit. Die Tür Kracht auf, und stolpernd fliegen wir in einen Flur, genau auf einen Wagen voller weiterer Pillen, sodass dieser sich wie Knete verbiegt und seine Ladung auf dem ganzen Flur verteilt. Uhh Scheiße.

Wir rappeln uns auf, flüchten in Richtung Tageslicht, auf den Pillen rutschend und an den Wänden festhaltend.

Was für eine Aktion... das können wir noch unseren Enkeln erzählen. Während ich darüber nachdenke wie es wohl ist als alter Opa kleinen Kindern so was zu erzählen, bleibt Chris plötzlich stehen. „Jemand kommt uns entgegen“. Wir sehen uns nach einem Fluchtweg um. Alle Türen verschlossen, auf dem Rückweg kommt auch jemand. „Bleibt einfach cool“. Wir lehnen uns also ganz cool an die Wand und tun so als ob wir auf etwas warten, schauen auf unsere imaginären Armbanduhren und Tirone fängt sogar an zu pfeifen. Auffälliger geht es also gar nicht.

Die Schritte kommen näher. Es ist ein Mann. Nicht gerade kräftig, also könnten wir ihn überwältigen wenn er auf die Idee käme uns aufzuhalten.

Noch 3 Meter. Ich spinze ihn aus dem Augenwinkel an und sehe wieder in diese grauen verwirrten Augen in einem ansonsten ernsten Gesicht mit 5 Tage Bart. Er trägt noch mehr dieser Pillen auf einem Tablett. Diesmal blaue und drei rote Dosen.

Tirone hört auf zu pfeifen, Chris grüßt den Mann mit einem freundlichen „Morgen!“. Er geht vorbei.

Der Pillenträger verschwindet hinter einer Ecke. Wir laufen sofort weiter. Uns kommen immer mehr Menschen entgegen, alle haben diese grauen verwirrten Augen in einem ansonsten ernsten Gesicht. Aus einigen Zimmern kommt ein seltsames stöhnen. Wir laufen nun trotzdem, egal wer uns entgegenkommt. Niemand scheint uns zu bemerken oder aufhalten zu wollen. Umso besser.

Tirone stibitzt sich hier und da noch ein paar von den Dosen die hier überall zu Hauf in Wagen herumstehen. Seltsamerweise sehe ich kein Skalpell oder andere Medizinische Geräte. Wir erreichen einen Notausgang und die süße Brise der Freiheit schlägt uns entgegen. Draußen Überprüfen wir ob wir irgendwelche Verletzungen haben, Operationsnarben oder sonst was. Bis auf ein paar blaue Flecken von der Tür ,den Fesseln und dem Wagen haben wir nichts, also machen wir uns auf den Weg in die nächste Stadt.

 

27.7.09 02:06
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Lesley (27.7.09 14:57)
Nice !
Finde es einfach total spannend deine Geschichten zu lesen da mag man garnicht mehr aufhören zu lesen und beißt sich an dieser Geschichte fest :D


Lesley!


Niko (29.7.09 13:48)
krass!:D
nur ein problem habe ich mit der Geschichte. Als die jungs noch gefesselt waren durchsucht einer seine Taschen. Wie macht er das denn?

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