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Der Abenteurer

Um die Nächste geschichte richtig zu erleben, solltest du dein Licht löschen, musik pausieren und versuchen dir alles tatsächlich vorzustellen.

 

Ich habe gerade eine Dimensionsschwankung hinter mir. Jeder weiterer Gedanke zieht mich tiefer in diese Realität. Mir war schon immer bewusst, dass es diese Dimension gibt, und ich wusste auch immer wie ich Hinein gelange. Dazu gibt es bestimmte Rituale und gelehrte Techniken diese Dimensionen sehen und erleben zu können.
Aber noch nie war es so real wie diesmal. Ich sehe mich um. Ich bin in einem Forschungslabor. Ein junger Forscher mit schwarzem zauseligem haar, einem weißen Kittel und Namensschild steht neben mir.
 Feuchte Aussprache: "Was tust du hier?! Verschwinde! Wir haben hier Wichtiges zu tun!". Ich versuche, diese Dimension so wie immer zu verlassen. Dazu ist Normalerweise nur eine bestimme Bewegung nötig, aber es geht nicht. Aus irgendeinem Grund bin ich nicht komplett in dieser Dimension und der Teil meines Körpers der nicht Hier ist, reagiert nicht auf meine Bewegungsbefehle. Vermutlich akzeptiert er die Befehle aus der niederen, einfacheren Dimension nicht.
 "Du Idiot! Bist du wahnsinnig ?! Du darfst Hier nicht sein!". Ich fühle mich beschämt und will nur noch Zurück. "Leute von deiner Sorte waren schon mal hier, und jedes Mal wenn ihr hier auftaucht passiert genau dasselbe! Nur das Problem ist, wir können uns jedes Mal nicht daran erinnern was Passiert ist! Versuch noch mal schnell Zurück zu kehren, bevor du komplett gefangen bist..."
 Er erzählt weiter, wie Wichtig es sei, ihm zuzuhören und dass ich ein naiver Idiot bin, aber ich höre ihm nur halb zu. Viel interessanter ist diese neue Dimension. Sie ist wie die Dimension in der ich zuhause bin.
 Zum Test gehe ich einen Schritt nach vorne, einen nach Hinten und einen zu jeder Seite. Es fühlt sich ein wenig anders an als zu hause, aber ich kann nicht sagen was es ist. Sobald ich an ein Gefühl denke, dass mir normalerweise nicht auffällt, ist es aufeinmal da. Wie zum Beispiel den Widerstand meiner Kleidung, das Geräusch meiner Atmung, sogar meine Körperhaltung war irgendwie nicht so genau definiert, bis ich darauf geachtet habe, ob ich so stehe wie ich es immer tue.
 "...siehst du, du tust es. Diese Dimension hat dich schon gefesselt, oder?! Sag mir, wie du normalerweise in deine Dimension zurückkehrst." Normalerweise reicht eine kleine Bewegung meiner Hand, aber auf jeden Fall hat es immer gereicht meinen Kopf ganz schnell wegzudrehen und dabei an etwas zu denken, das mich an Zuhause erinnert. "Gut, dann versuche dich zu drehen oder was auch immer. Ich drehe mich mehrmals im Kreis, bis mir so schwindelig ist, wie mir als Kind immer war, wenn ich das getan habe. "Okay... Das hat nicht Funktioniert." Der Wissenschaftler macht ein nachdenkliches Gesicht."Kennst Du ähnliche Dimensionen, aus denen du anders herauskommst?" Ja, natürlich kenne ich andere Dimensionen, sogar eine Menge, aber es war eigentlich immer dieselbe Methode sich zu entfernen. Es könnte sich aber auch um einen Traum handeln.
 Um das herauszufinden kneif ich mir in den Handrücken. Unglaublich das tat nicht weh. Eine dumpfe Erinnerung an Schmerz, mehr nicht. Eindeutig, der Schmerz gelang nicht in meinen Geist. "Moment das wollen wir mal testen", seine wissenschaftliche Neugier war geweckt. Er zückt ein kleines Hämmerchen und testet meine Reflexe im Bein. Das typische Gefühl von einem unfreiwilligen Zucken meines Beines durchfährt meinen ganzen Körper. Aber mehr als eine Erinnerung, als eine originale Sinneswahrnehmungen.
 Mir fällt auf, dass nicht nur der schmerz unecht war, sondern auch meine entscheidungs Freiheit. Jemand diktierte mir meine Gedanken meine Bewegungen und was ich in diesen Moment zu Fühlen hatte. Diese Dimension verließ sich komplett auf den Erschaffer und wurde von ihm absolut Beherrscht, wie das Programm vom Programmierer. Deshalb kam ich nicht heraus. ER lässt es nicht zu.
 Einen Schauer lässt ER mir über den Rücken laufen. "Das fühlt sich nicht echt an, weil du noch nicht komplett in dieser Dimension gefangen bist. So wie Ich es bin. Ich Erinnere mich jetzt daran was jedes Mal mit den ahnungslosen Leuten passiert, die sich in diese Dimension begeben. Sie..." Der Wissenschaftler fängt auf einmal an schrecklich schnell zu altern, Falten und Altersflecken bedecken mehr und mehr sein Gesicht, seine Haare wachsen grausam schnell und ringeln sich auf dem Boden. Sein Körper zerfällt zu Staub und wird weggeweht.
 Ich muss hier ganz schnell weg. Panisch laufe ich durch alle Räume der Forschungsstation und stoße mich an Tischen und Stühlen, Erinnerungen von schmerzenden gestoßenen Zehen und Schienbeinen, überfluten meine Wahrnehmung.

ER lässt mich anhalten. ER diktiert mir ruhig zu sein, aber es hilft nichts. Ich stehe zwar beweglos da, dennoch bin ich innerlich nicht ruhig, ich habe Angst vor dem was ER mir zufügt, ich habe Angst vor dem was ER mir noch antun wird.
 Ich stehe aufrecht meine beiden Arme von mir gestreckt, wie Jesus am Kreuz. "ER will mir seine Macht demonstrieren und mich zu etwas zwingen, dass ich mir nicht vorstellen will" lässt ER mich denken.
 Ein Messer liegt in meiner rechten Hand. Es ist ein Küchenmesser, die Klinge ist 22cm lang, 4cm breit und schärfer als Papier. Der Griff ist aus schwarz lackiertem Holz. Die Neonröhre an der Decke spiegelt sich im Messer und wirft einen verzerrten Schatten aus Licht an die Wand. Langsam, mit ruhigem, aber tiefem Atem, führe ich meine Hände vor die Brust. Mein Atmen geht schnell und ich höre mein Herz pochen. Gegen meinen Willen, lege ich das Messer wie eine Feile unter meine Fingernägel. Ohne Druck ziehe ich das Messer unter den Zeigefingernagel durch. Das kalte Messer schneidet mir ins Fleisch. Ich schreie und setze erneut an. Das Messer ist blutverschmiert und klebt in meiner rechten hand. Meine linke Hand zittert und pochend fließt Blut aus der Wunde. Ich setze das Messer in die Wunde und ziehe es noch mal durch, diesmal mit mehr Kraft und Geschwindigkeit. Die Klinge schabt am Knochen und rutscht nach oben ab. Mein Fingernagel hängt nur noch durch die Haut an meinem Finger. Sich selbt zu Foltern ist schlimmer, als das Kratzen an einer Tafel.
 Als ich fertig bin, lässt ER mich in meinem Blut knien und in die lampe schauen. ER zwingt mich zu erkennen was passiert ist.

 ER ist der Autor, Ich bin der Leser.

 Gleich lässt ER mich meine bestimmten Bewegungen wieder ausführen, die das Buch, oder das Dokument schließen, damit ich endlich aus dieser Dimension fliehen kann.

25.12.08 21:38
 


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